Lieblingsbuch zur Jahreszeit

„Marley was dead, to begin with.“ Bei diesem ersten Satz ist doch sofort klar, um welche Geschichte es sich handelt, oder? Charles Dickens‘ berühmtes Buch „Eine Weihnachtsgeschichte“ passt immer wieder in den Advent und ist genau das Richtige, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Jedes Jahr dasselbe: Spätestens Ende September stehen die ersten Weihnachtsmänner und Lebkuchen in den Regalen der heimischen Supermärkte und Anfang Dezember habe ich null Lust auf vier Wochen, wo auf Besinnlichkeit im Advent gesch* wird und es lauter, bunter und überdrehter sein muss. Ist das echt nötig, zur leisesten Zeit des Jahres?

Und wenn es dann bei mir so weit ist, schnappe ich mir mein Buch, die  DVD oder Hörspielkassette von Disney oder schalte zur richtigen Zeit den Fernseher ein und schaue „Eine Weihnachtsgeschichte“. Denn die Geschichte des alten Geizhalses Ebenezer Scrooge, der durch die drei Weihnachtsgeister bekehrt wird und beginnt, das Weihnachtsfest zu lieben, hat auch die Art und Weise geprägt, wie wir heute Weihnachten feiern.

(An dieser Stelle von meiner Seite ein verächtliches Schnauben für alle, die die Geschichte nicht kennen – schämt euch!!!)

Geschäftsmann Ebenezer Scrooge ist ein Unmensch, wie er im Buche steht: seinen Angestellten Bob Cratchit will er sogar am ersten Weihnachtstag arbeiten lassen, die Einladung seines Neffen zum Weihnachtsessen schlägt er mit „Humbug!“ ab und zwei Herren von der städtischen Armenfürsorge wirft er raus, als sie ihn um eine Spende bitten. Doch nicht mehr lange sollte der schreckliche alte Herr so sein.
Auf der Schwelle seiner Haustür jedoch gibt es die erste Überraschung dieser Nacht: Das Gesicht seines alten Geschäftpartners Jacob Marley starrt ihn an. In seinem Schlafzimmer begegnet er dann dem Geist des alten Marley, der schwere Ketten trägt. Diese hat er sich zu Lebzeiten selbst geschmiedet mit seiner Hab- und Geldgier und seiner Unfreundlichkeit. Nun will er Scrooge helfen, damit seine Ketten nicht ähnlich schwer werden.
Marley schickt Scrooge drei Geister: den Geist der vergangenen, der diesjährigen und zukünfitgen Weihnacht. Mit ihrer Hilfe wird der alte Mann bekehrt und lernt Weihnachten zu lieben – und das alles in einer Nacht.

Es ist vielleicht die besondere Magie der Kindheit, dass gerade diese Geschichte immer wieder Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Auch die Disney-Verfilmung von und mit Jim Carrey oder die Muppet Weihnachtsgeschichte sind absolut super! Also eine Empfehlung für jeden, der den hektischen Trubel um Weihnachten hasst – denn die Geschichte zeigt, dass es an Weihnachten eigentlich um Nächstenliebe und Rückbesinnung geht – um all das, was im weihnachtlichen Geschenkrausch und der Hetze zu kurz kommt.

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